Die Welle

Theaterprojekt des 13. Jahrgangs

Bühne, Bretter, die die innere Welt verändern.  (Manfred Hinrich, deutscher Philosoph)

Jährlich im Mai heißt es „Bühne frei für unseren 13. Jahrgang“. In zwei Aufführungen entführen die Schüler*innen des Theaterkurses dann ihre Familien, Freunde, Lehrer*innen und Mitschüler in die Welt des Theaters. Dies ist immer ein besonderer Moment, dem sowohl die Schauspieler als auch die Zuschauer entgegenfiebern; gemeinsam erleben sie einen unvergesslichen Abend. Während das Publikum zwei Stunden unterhalten wird, können die Schüler*innen zeigen, wofür sie in den vergangenen Monaten gearbeitet haben. Denn die vorangegangenen Wochen waren für sie meist aufregend, lustig, lehr- und erlebnisreich, aber auch anstrengend und lernintensiv. Am Ende haben sie nicht nur viel über Theater gelernt, sondern auch über sich und ihre Mitschüler*innen.

Unterrichtsaufbau:

Die ersten Wochen stehen ganz im Zeichen des Kennenlernens und des Teambuildings, denn für die Inszenierung eines Theaterstückes braucht es ein starkes Team, was gemeinsam an einem Strang zieht. Begleitet wird dies mit ersten Spielversuchen. In theaterpraktischen Übungen, die durch die Lehrkräfte angeleitet werden, können die Schüler*innen sich ausprobieren und ihr schauspielerisches Talent entdecken. Dies geschieht mit Hilfe von Bewegungs- und Sprechübungen, Improvisationen und kurzen Rollenspielen.

Die Suche nach einem geeigneten Theaterstück beginnt nach wenigen Wochen, dabei werden Vorschläge der Schüler*innen bevorzugt. Einzelne Theaterstücke werden angelesen und im Kurs diskutiert. Parallel werden alle Stunden für weitere theaterpraktische Übungen genutzt. Zu diesem Zeitpunkt werden auch erste Fachbegriffe der Theaterpraxis vermittelt. Der Besuch des Theater Lübecks ist ein fester Bestandteil des Theaterkurses. Nach einer Theaterführung mit Einblicken in die „echte Theaterwelt“ erhalten die Schüler*innen einen Theaterworkshop vor Ort.

Sobald sich der Kurs gemeinsam auf ein geeignetes Stück geeinigt hat, beginnt die eigentliche Arbeit. Rollen und Texte werden verteilt und müssen nun gelernt werden. Ideen zu Bühnenbild, Kostümen, Requisiten, Licht, Ton und Technik müssen entwickelt werden. In den darauffolgenden Wochen arbeiten die Schüler*innen in wöchentlichen Proben kontinuierlich an ihrer Inszenierung.

Zu dem Gesamtkonzept gehört auch der Bau des Bühnenbildes und die Entwicklung des Plakates und der Eintrittskarten. Diese Aufgaben können vom Theaterkurs selbst oder fächer- und schulformübergreifend von anderen Kursen übernommen werden.

Wenn es dann endlich heißt „Vorhang auf“, haben die Schüler*innen nicht nur ihren Text gelernt. Sie haben z. B. auch gelernt, Körper und Stimme gestaltend einzusetzen, mit Requisiten, Kostümen, Musik und Geräuschen eine Stimmung zu erzeugen und einen literarischen Text publikumsgerecht umzusetzen. Außerdem haben sie durch die Arbeit im Ensemble gelernt, eigene Vorlieben zurückzustellen und alternative Vorschläge zu akzeptieren, wie wichtig konstruktives Feedback für die Weiterentwicklung ist und dass jeder Einzelne bedeutsam für das Gelingen der Aufführung ist.  

Aufführungen der letzten Schuljahre:

2019/20          „Der eingebildete Kranke“ Molière

2018/19          „Ein Sommernachtstraum“ Shakespeare (https://bs-oldesloe.de/wenn-sich-die-wirklichkeit-mit-dem-traum-vermischt/)

2017/18          „Die Welle“ nach Morton Rhue

2016/17          „Nichts“ Janne Teller